Wissenswertes zum Schwimmsport

Die Schwimmbrille – Damals und Heute

Wie alt die Schwimmbrille tatsächlich ist, lässt sich heute schwer nachvollziehen. Das Schwimmen selbst hat eine sehr lange Geschichte und Tradition. Folglich gibt es auch die verschiedensten Schwimm-Utensilien schon seit vielen Jahrhunderten. Doch die ersten schriftlichen Erwähnungen der Schwimmbrille stammen erst aus dem 14. Jahrhundert:

Taucher aus Persien trugen einen Augenschutz, eine Art Brille aus Schildpatt, die ihnen helfen sollte unter Wasser klarer zu sehen. Aus der Zeit des 16. Jahrhunderts gibt es Bilder von polynesischen Tauchern, die einen Augenschutz aus Bambus oder Holz hatten. In einem speziellen Einsatz gehaltene Luftblasen dienten als Linse.

Schwimmbrillen-Debut im 20. Jahrhundert

Die ersten richtigen Schwimmbrillen wurden erst Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt. Damalige Wettkampfschwimmer, die den Ärmelkanal durchschwammen, verwendeten einfache Motorradbrillen. Diese schützten sie zwar vor den Wellen, waren aber weder luftdicht noch verbesserten sie die Sicht. Gertrude Ederle, die erste Frau die den Ärmelkanal durchschwamm, nutze Paraffin um ihre Brille wasserdicht zu machen.

1916 präsentierte Charles J. Troppman eine Schutzbrille fürs Wasser, die er als Taucherbrille patentierte. Den Zeichnungen nach handelte es sich aber eher um eine Schwimmbrille, weil die Nase nicht mit eingeschlossen war. Doch dieses Patent fand damals im allgemeinen Schwimmsport kaum Beachtung. Die ersten Schwimmbrillen waren noch relativ unbequem, sodass die meisten Sportler lieber brennende und gereizte Augen vom chlorhaltigen Wasser ertrugen. Zudem war der internationale Schwimmverband gegen die Nutzung von Hilfsmitteln.

Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die Stimmen lauter, Sport-Schwimmbrillen einsetzen zu dürfen. Doch die frühen Prototypen waren alles andere als ausgereift. Sie sahen so ähnlich aus wie kleine, durchsichtige Plastikbecher, die mit Gummibändern am Kopf befestigt wurden. Der Schwimmverband sah die Brillen anfänglich als Trainingshilfe an, sie waren also bei Wettkämpfen nicht erlaubt.

1916 präsentierte Charles J. Troppman eine Schutzbrille fürs Wasser, die er als Taucherbrille patentierte.

Bei den Commonwealth-Spielen 1970 trug der Brite David Wilkie vermutlich als erster eine Schwimmbrille, die auch vom internationalen Komitee anerkannt wurde.

In den folgenden Jahren wurde die Schwimmbrille mehr und mehr verfeinert. Namhafte Sportartikelhersteller investierten viel Geld in deren Entwicklung. Heute gilt die Etablierung der Schwimmbrille als einer der größten technologischen Fortschritte im Schwimmsport. Schließlich fand die Schwimmbrille auch Einzug in den Freizeitsport und zählt heute zur unverzichtbaren Schwimmausrüstung.

Hightech für alle Einsatzzwecke

Heute gibt es unzählige verschiedene Modelle, eines ergonomischer und strömungsgünstiger als das andere. Es gibt sie in allen Farben und Passformen, für Groß und Klein. Doch jeder Kopf ist anders, und das gilt auch für die persönliche, optimale Schwimmbrille.

Überblick über die verschiedenen Arten von Schwimmbrillen

Die Schwedenbrille

ist die Urform der Wettkampfbrille und wird vor allem im Schwimmsport genutzt. Die Brille ist auf das Nötigste reduziert, die zwei Plastikschalen haben einen harten Rand ohne Dichtung und sitzen somit direkt in den Augenhöhlen. Sie gehen dadurch beim Sprung ins Wasser nicht so schnell verloren und bieten weniger Widerstand im Wasser. Die Schwedenbrille ist komplett individuell anpassbar, Nasensteg und Kopfband werden extra eingesetzt. Auch sind diese Brillen recht günstig zu erwerben, denn die Original-Schwedenbrillen sind weder verspiegelt noch mit einer Anti-Beschlag-Schicht versehen. Natürlich gibt es aber auch hier „Luxusschwimmbrillen“ mit weichen Rändern und Tönung. Außerdem weichen mittlerweile viele Hersteller mit Sonderlösungen vom Grundprinzip der Schwedenbrille ab. Eine solche Brille wird auch oft von unseren Schwimmlehrern verwendet.

Saugnapfbrillen

sind das am weitesten verbreitete Schwimmbrillenmodell. Sie haben einen weichen Silikonrand, und bieten auf langen Strecken mehr Komfort. Saugnapfbrillen gibt es in den unterschiedlichsten Varianten: Von der Racingbrille für Schwimmer und Triathleten, über bequeme Modelle für Freizeitschwimmer, bis zur lustigen Kinderbrille mit Leuchteffekt. Sie unterscheiden sich durch unterschiedliche Gläserformen, mit oder ohne Tönung, Verspiegelung, Anti-Beschlag-Beschichtung, durch Maskenbänder in allen Farben mit einfachen Verstellmöglichkeiten, usw. Deshalb sind Saugnapfbrillen sowohl in Freizeit, Training, als auch im Wettkampf gleichermaßen einsetzbar. Bedenken sollte man jedoch, dass Saugnapfbrillen einen Unterdruck erzeugen. Sie saugen sich durch die Dichtung regelrecht an. Aus diesem Grund sollten Schwimmer, die diesen Effekt nicht mögen, eher zur Schwedenbrille greifen. Unser Eisschwimmer José nutzt ebenfalls eine Saugnapfbrille.

Schwimmmasken

sind vor allem im Freizeitsport bei Kindern beliebt. Viele schätzen neben dem hohen Tragekomfort das riesige, uneingeschränkte Sichtfeld der Schwimmmasken. Diese Schwimmbrillenart hat größere Gläser und einen breiten, komfortablen Silikonrand. Außerdem sitzen Schwimmmasken auf Stirn und Wangenknochen auf, ähnlich wie die Taucherbrille, nur dass die Nase frei bleibt. Etliche Kinder verwenden eine solche Schwimmbrille, neben unserem Neoprenanzug, in unseren Kinderschwimmkursen.

Einige Hersteller bieten sogar Schwimmbrillen mit optischen Korrekturgläsern an. Durch den Ansaugdruck der Brillen sind Kontaktlinsen nicht immer angenehm. Für Schwimmer die auf eine optische Korrektur angewiesen sind, ist so eine Brille eine enorme Hilfe.

Wir haben ganzjährig alle Arten von Schwimmbrillen für Freizeit, Training und Wettkampf und in vielen Formen und Farben auf Lager. Besuchen Sie uns persönlich in unserem Fachgeschäft Schwimmsport Steiner in Wien!

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