Wissenswertes zum Schwimmsport

Warum Schwimmen lernen so wichtig ist

Früher gehörte es zum Pflichtprogramm des Schulalltags, dass Kinder Schwimmen lernen. Heute ergeben Studien, dass jeder Fünfte seine Schwimmfähigkeiten als unzureichend einstuft. Gerade im digitalen Zeitalter scheint das Interesse am Schwimmen lernen immer weiter abzuflachen. Die Gründe hierfür haben langfristig gravierende Folgen.

Immer mehr Schwimmbäder schließen dauerhaft

Das Schließen von Schwimmbädern steht immer wieder in den Nachrichten. Denn ein Schwimmbad ist, trotz der verhältnismäßig günstigen Eintrittspreise, sehr teuer in der Erhaltung. Schwimmbäder galten früher als Familientreffpunkt. Sie sorgten am Wochenende dafür, Freizeit zu einem Erlebnis zu machen. Mittlerweile besitzen alleine in Österreich über 100.000 Menschen einen eigenen, privaten Pool. Diesen nutzen sie zwar zur regelmäßigen Erfrischung, das richtige Schwimmen wird aber als zweitrangig betrachtet. Österreichs Hallenbäder werden daher oft subventioniert. Aufgrund des geringer werdenden Interesses und der steigenden Erhaltungskosten sind sie trotzdem meist nicht überlebensfähig. Dies führt dazu, dass die Schließung von zahlreichen Bädern immer wieder Kern von politischen Diskussionen in Österreichs Bundesländern ist.

Während also viele Schwimmbäder zusperren, ist das sichere Schwimmen lernen wichtiger als je zuvor. Immer mehr Österreicher fahren im Urlaub ans Meer, um zu entspannen und sich gleichzeitig im Wasser zu erfrischen. Dazu kommen Freizeitaktivitäten wie Tauchen oder Surfen. Wer sich das Schwimmen im Pool beigebracht hat, hat meist kein Gefühl für echte Wellen und weiß sich im Notfall nicht effektiv zu helfen. Gleichzeitig wird seitens mancher Eltern in vielen Fällen damit gerechnet, dass das Kind, wenn es bereits im privaten Pool gut schwimmt, auch in freien Gewässern sicher ist. Dies ist ein tragischer Irrglaube, der manchmal auch das Leben kosten kann.

Jeder fünfte Ertrinkungsunfall endet tödlich

Die häufigste Unfallursache bei Kindern ist das Ertrinken. Ein Kind ist unter Wasser direkt mit der Minderversorgung des Körpers konfrontiert. „Wenn der Sauerstoff fehlt, gibt es ein maximales Zeitfenster von 2 – 3 Minuten, bevor massive Schäden entstehen können“, so Holger Till, Vorstand der Grazer Universitätsklinik. Vor allem in seichten Schwimmbecken wird das Potenzial zu Ertrinken unterschätzt. Ein Kind kann bis zum dritten Lebensahr – aufgrund des sogenannten Totstellreflexes – seinen Kopf nicht hochhalten, wenn dieser unter Wasser ist. Solch eine Situation ist gefährlich und kann im schlimmsten Fall zu schweren Verletzungen, Behinderungen oder zum Tod führen.

Das Ergebnis aus der Analyse von Holger Till und dem Verein „Große schützen Kleine“ ergibt, dass in 200 Ertrinkungsunfällen zwischen dem Jahr 2000 und 2017 jeder fünfte Unfall tödlich ausging. Nachdem vor allem Kinder von Wasser fasziniert sind, ist es irrsinnig wichtig, sie in der Nähe von Pools und Gewässern niemals alleine zu lassen. Wie tragisch schnell ein Unfall passieren kann, musste 2018 auch Ski-Weltmeister Bode Miller feststellen, als seine 19 Monate alte Tochter in einer unbeaufsichtigten Minute im Swimmingpool ertrank. Heute mahnt er Eltern und informiert: „Ich kann jetzt aus erster Hand bestätigen, dass es unglaublich schnell und unglaublich hinterhältig ist.“

Eltern müssen präventiv für Sicherheit sorgen

Etliche Studien bestätigen, dass das Schwimmen mehrheitlich durch die Eltern gelehrt wird. Das bedeutet, dass der Erwerb von Schwimmfähigkeiten mit der Förderung durch die Eltern einhergeht und durch diese unterstützt werden muss. Kinder wissen nicht von selbst, dass man das Schwimmen lernen kann. Sie brauchen klare Vorgaben und Anleitungen, um sich der Gefahren im Wasser bewusst zu werden.

Als erfahrene Wiener Schwimmschule helfen wir Eltern und Kindern in unseren Schwimmkursen, die schwimmerische Entwicklung bereits im Kleinkindalter bis zum jungen Erwachsenen zu fördern. Nur so kann man sicherstellen, dass auch in Notfällen die richtige Reaktion womöglich ein Leben rettet.

Das Kinder schwimmen lernen ist heute nicht mehr selbstverständlich.

Schwimmabzeichen als Gradmesser für Schwimmkenntnisse

Die österreichischen Schwimmabzeichen sind eine gute Basis, um die eigene Schwimmleistung bzw. die Leistung des eigenen Kindes anhand internationaler Standards zu vergleichen. Kinder ab 4 Jahren können bei uns das Frühschwimmer-Abzeichen erlangen. In unseren Kinderschwimmkursen werden die Kleinen in einem sicheren Umfeld an die Situation im Wasser herangeführt und notwendige Techniken, wie Brust- und Rückenschwimmen erlernt. Erst wenn die Angst vor dem Wasser keine große Rolle mehr spielt, ist das Kind auch bereit, den nächsten Schritt zu gehen, um sich langfristig selbstständig im Wasser zu bewegen. Doch dabei ist die Unterstützung bzw. intensive Beobachtung eines Erwachsenen selbstverständlich immer noch Pflicht!

Erst mit fortschreitender Reife und vielen Schwimmübungen steht dem kurzfristigen „alleine lassen“ in der Regel nichts mehr im Wege. Dann kann man auch den Fahrtenschwimmer und weiterführende Abzeichen ins Auge fassen. Doch diese Schwimm-Qualifikationen schützen nicht vor gefährlichen Strömungen, Eiswasser, Übermüdung, Krämpfen usw. Allerdings kann ein professioneller Schwimmkurs den Schwimmer auf solche Situationen vorbereiten.

Nur weil ein Kind eine Schwimmbad-Länge problemlos durchschwimmen kann, heißt das nicht, dass es in jeder Situation ein sicherer Schwimmer ist. Der Fahrtenschwimmer kann somit auch nur als Nachweis solider Schwimmkenntnisse unter normalen Bedingungen verstanden werden. Er wird für die Aufnahme an vielen pädagogischen Hochschulen verlangt und ist unter anderem auch ein Einstellungskriterium für die Bewerbung bei der Polizei.

Schwimmen lernen, denn sicher ist sicher

Das Wichtigste ist die Gesundheit der eigenen Kinder. Eltern übernehmen die Verantwortung für einen heranwachsenden Menschen, der täglich neuen körperlichen Herausforderungen gegenüber steht. Aus diesem Grund ist es wichtig, bereits in jungen Jahren mit einer motivierenden und effizienten Schwimmausbildung des Kindes zu beginnen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Risiken und Gefahren des Wassers und überlassen Sie nichts dem Zufall.

Wir, das Team der Schwimmschule Steiner, unterstützen Sie und Ihre Liebsten gerne in allen notwendigen Bereichen rund ums Schwimmen lernen. Informieren Sie sich auf unserer Webseite oder besuchen Sie uns für ein persönliches Gespräch. Wir freuen uns, Sie in einem unserer Schwimmkurse willkommen zu heißen!

Wir, die Schwimmschule Steiner, unterstützen Sie und Ihr Kind beim Schwimmen lernen
0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.